Fast jeder begegnet Fake News: Viele sind verunsichert

Grafik: Alex Shuper für Unsplash+

Nach einer Bitkom-Studie begegnen 9 von 10 Deutschen falschen oder irreführenden Informationen im Netz.

Berlin (2mind) – Fake News erreichen Internetnutzer in Form von Nachrichten, Video-Clips, Screenshots und als Weiterleitungen. Dass die Echtheit von Nachrichten grundsätzlich schwer einschätzbar ist, empfinden fast zwei Drittel (63 Prozent). Neun von zehn Deutschen (91 Prozent) sind bereits auf Fake News gestoßen, 41 Prozent stoßen häufig auf Inhalte, bei denen sie unsicher sind, ob diese stimmen. Das zeigt eine repräsentative Befragung des Branchenverbandes Bitkom unter 1.006 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren.

„Desinformationen verzerren den öffentlichen Diskurs, beschädigen unsere Demokratie und verunsichern viele Menschen zutiefst“, so Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. KI-generierte Deepfakes sind 75 Prozent der Befragten ein Begriff. Wahrgenommen werden Deepfakes am häufigsten als Video (87 Prozent) sowie als Bild (73 Prozent), seltener als Audio (25 Prozent). Rohleder weiter: „Mit KI-generierten Deepfakes kommt eine neue Qualität der Täuschung hinzu: Inhalte wirken immer authentischer, obwohl sie es nicht sind. Wir alle müssen in der Lage sein, Inhalte zu checken, Quellen zu prüfen und Falschinformationen zu erkennen.“

Ein Problem dabei zeigt die Studie. 50 Prozent derjenigen, die Social Media für die Informationsbeschaffung nutzen, sagen: Wer hinter einzelnen Nachrichteninhalten steht, „das ist mir manchmal nicht so richtig klar“.

Für den Bitkom-Chef sind Desinformation und Deepfakes eine Herausforderung und ein Auftrag. „Wir müssen digitale Kommunikation so gestalten, dass Dialog und Teilhabe möglich bleiben, ohne dass Täuschung und Irreführung um sich greifen“, so Rohleder. Hierzu sei das gemeinsame Handeln von Politik, Plattformen und Gesellschaft gefordert.

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