
Das Bundesfamilienministerium und das Unternehmen Wall werben für „Hilfen im Netz“.
Berlin (2mind) – Jedes Jahr erleben rund 3,8 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland die psychische oder Suchterkrankung eines Elternteils, was ihre eigene psychische Gesundheit und ihren Bildungserfolg gefährdet. „Hilfen im Netz“ bietet diesen jungen Menschen anonyme Online-Beratung und Informationen. Am Freitag startete Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) eine bundesweite Kampagne, die auf dieses Angebot hinweist.
„Für viele betroffene junge Menschen sind die ‚Hilfen im Netz‘ der erste Ort, an dem sie sich öffnen können, unkompliziert Hilfe erhalten und wo sie erfahren, dass es anderen ganz ähnlich geht wie ihnen“, so Prien gegenüber der Presse. Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck (CDU), verwies auf die Erfahrungen dieser Kinder: „Sie erleben, wie Stimmungen kippen, Versprechen nicht gehalten werden und der Alltag von einem Moment auf den anderen unberechenbar wird.“ Streeck weiter: „Viele übernehmen viel zu früh Verantwortung und stellen die eigenen Bedürfnisse zurück. Das kann sie selbst krank machen und ihr Risiko erhöhen, später eine Sucht zu entwickeln.“
Deshalb ist frühe Hilfe auch wirksame Suchtprävention. Ein Anruf oder ein Chat kann der erste Schritt aus dieser Überforderung sein. Genau hier setzt ‚Hilfen im Netz‘ an: mit direkter Beratung und einem digitalen Wegweiser zu konkreten Hilfsangeboten vor Ort.“
Für diese Kampagne stellt der Außenwerber Wall acht Wochen lang bundesweit 5.000 Flächen für sogenannte City Light Poster an ÖPNV-Haltestellen und anderen zentralen Plätzen kostenlos zur Verfügung.
Zur Online-Plattform „Hilfen-im-Netz“: https://www.hilfenimnetz.de/
