NRW: Verdachtsfälle zu Kindeswohlgefährdungen auf Rekordniveau

Foto: Nadine Shaabana auf Unsplash

Vernachlässigung die häufigste Gefährdungsform

Düsseldorf (2mind) – Die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen haben 2025 in rund 75.300 Fällen eine Gefährdungseinschätzung nach § 8a SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) vorgenommen – ein Anstieg von 11 % gegenüber 2024 und sogar 39 % gegenüber 2020. Das teilt das Statistische Landesamt IT.NRW mit. In rund einem Viertel der Fälle wurde eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt.

Während die Zahl akuter Gefährdungen leicht um 3 % zurückging (ca. 10.700 Fälle), stiegen latente Gefährdungen um 28 % auf knapp 8.000 Fälle. Vernachlässigung war mit rund 9.800 Fällen die häufigste Gefährdungsform, gefolgt von psychischer (7.100) und körperlicher Misshandlung (6.400). Statistisch waren 6 von 1.000 Minderjährigen in NRW betroffen.

Die Entwicklung in einer Grafik von IT.NRW:

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