Über 2 Millionen Menschen in Deutschland leben offline

Foto: kewl auf pixabay

Wiesbaden (2mind) – Trotz der zunehmenden Digitalisierung des Alltags bleibt ein Teil der Bevölkerung in Deutschland offline. Im Jahr 2025 hatten rund 3 % der 16- bis 74-Jährigen noch nie das Internet genutzt. Das entspricht etwa 2,1 Millionen Menschen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Der Anteil der sogenannten Offliner ist in den letzten fünf Jahren stetig gesunken. Im Jahr 2021 lag er noch bei 6 %.

Besonders in der Altersgruppe der 65- bis 74-Jährigen ist der Anteil der Offliner hoch. Hier nutzten 2025 etwa 10 % der Menschen das Internet noch nie. Bei den 45- bis 64-Jährigen lag der Anteil bei 3 %, während in der jüngeren Generation der 16- bis 24-Jährigen nur 2 % offline waren. In der Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen war der Anteil mit 1 % am niedrigsten.

Deutschland im EU-Vergleich unter dem Durchschnitt

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit einem Offliner-Anteil von 3 % unter dem EU-Durchschnitt von 4 %, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat berichtet. Länder wie Irland, die Niederlande, Schweden und Luxemburg verzeichneten weniger als 1 % Offliner. Dagegen waren in Kroatien und Portugal jeweils rund 10 % der Menschen offline.

Weltweit bleibt ein Viertel der Bevölkerung offline

Global betrachtet bleibt der Zugang zum Internet für viele Menschen eine Herausforderung. Laut der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) waren 2025 etwa 26 % der Weltbevölkerung offline. Das entspricht rund 2,2 Milliarden Menschen. In Europa und Nordamerika ist der Internetzugang zwar besser, dennoch nutzten dort 8 % beziehungsweise 12 % der Bevölkerung kein Internet.

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