
Integrationsexperte Vargo sieht einen „Prüfstein für Humanität und christliche Identität“.
Willingen (2mind) – Die Migration ist ein „Prüfstein für Humanität und christliche Identität“. Das sagte Luwai Vargo, Referent am Europäischen Institut für Migration, Integration und Islamthemen (EIMI), am 8. April auf der SPRING-Konferenz in Willingen (Sauerland). Eine Missachtung der Humanität von Migranten sehe er auf allen Ebenen – persönlich wie politisch. Christen könnten dagegen Gastfreundschaft praktizieren. „Der Umgang mit dem Fremden ist kein Nebenthema“, so Vargo. „Er ist ein Prüfstein für Christsein und den Glauben.“
In seinem Seminar auf der Konferenz der Deutschen Evangelischen Allianz leitete der Integrationsexperte aus biblischen Texten die Verantwortung von Christen für Migranten ab. „Aus theologischer Sicht lässt sich im Migranten nicht nur der Fremde sehen, sondern das Bild Christi entdecken“, so Vargo.
Dabei sollten Christen im Einsatz für Migranten sollten Christen ihre Grenzen beachten. „Wir sind nicht die Retter, wir sind Begleiter.“ Vargo weiter: „Wir sollten einfach nur ehrlich sein: helfen, wo wir können, und sagen, was wir nicht können.“ Dabei sein schon die freundliche und zugewandte Begegnung im Alltag wichtig. Vargo: „Biete einen Kaffee an, lächle, höre einfach einen Moment zu, ohne gleich ein Problem lösen zu müssen.“
Der evangelische Integrationsexperte warb dafür, nicht mit einer „schwarzen Brille“ auf Migration zu schauen. „Auch daran müssen wir denken, dass Gott diese Menschen hierhergeschickt hat, um für uns ein Segen zu sein“, so Vargo.
