
Der Paritätische Gesamtverband fordert in seinem Armutsbericht mehr bezahlbaren Wohnraum.
Berlin (2mind) – 13,3 Millionen Menschen in Deutschland leben in Armut, das sind 16,1 Prozent der Bevölkerung. Davon leben 4,6 Millionen Menschen in erheblicher materieller Entbehrung, so der heute vorgestellte Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbandes. „Wir sehen eine Gesellschaft, die sozial weiter auseinanderdriftet. Menschen spüren das“, so Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. „Jetzt immer neue Kürzungen zu diskutieren, schürt Angst und Unsicherheit. Das spielt Populisten und Extremisten in die Hände“.
Ein-Personen-Haushalte und Alleinerziehende sowie ältere Menschen sind besonders häufig von Armut betroffen. Zudem bestehen erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern: So sind in Bayern etwa jede achte Person von Armut betroffen, während in Sachsen-Anhalt mehr als jede fünfte Person und in Bremen mehr als jede vierte Person in Armut lebt.
Armutsbetroffene seien in besonders hohem Maße durch Wohnkosten belastet, heißt es in dem Bericht. Und weiter: „Neben dem dringend notwendigen Ausbau bezahlbarer und sozial gebundener Wohnungen braucht es insbesondere einen stärkeren Schutz bestehender Mietverhältnisse vor übermäßigen Rendite-Interessen.“
Der > Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbandes als PDF zum Download
