„Einsamkeit kann jeden Menschen treffen.“

Foto: Valeriia Miller auf Unsplash+

Aktionswoche startet heute mit vielen Angeboten. NRW bringt ein eigenes Bündnis auf den Weg: „Du+Wir=Eins“.

Berlin (2mind) – Bereits in der Grundschule beginnt für manchen das Einsamkeitserleben und es besitzt auch in der Lebensmitte und im Alter eine hohe Bedeutung (2mind berichtete). Darauf will die heute gestartete „Aktionswoche gegen Einsamkeit“ aufmerksam machen und gesellschaftliches Engagement gegen Einsamkeit fördern. „Einsamkeit ist kein rein individuelles Problem. Sie kann jeden Menschen treffen“, so Theresa Entringer, Expertin für Einsamkeit beim Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) im DIW Berlin, gegenüber der Presse. Chronische Einsamkeit könne zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko werden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt schwächen. Entringer weiter: „Ihre Vermeidung und Bekämpfung ist daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

Vom demenzfreundlichen Online-Kunstworkshop bis zum Gesellschaftsspiele-Abend sind deutschlandweit 511 Angebote auf der > Aktionswebsite verzeichnet – darunter auch inhaltliche Angebote wie eine Podiumsdiskussion zum Thema: Wie wirkt Einsamkeit auf die Demokratie? Mit Blick auf die Fußballweltmeisterschaft bietet die Evangelische Kirchengemeinde Wuppertal-Ronsdorf einen WM-Gottesdienst mit anschließender Stadionwurst und Torwandschießen.

Das Bundesfamilienministerium legte 2023 eine „Strategie der Bundesregierung gegen Einsamkeit“ vor und fördert das „Kompetenznetz Einsamkeit“, das die Aktionswoche koordiniert. Die NRW-Landesregierung nutzt dieses Event für den Start einer eigenen Initiative: „Aktionsbündnis Du+Wir=Eins. Nordrhein-Westfalen gegen Einsamkeit“. Das Bündnis voll das Engagement von Initiativen, Projekte, Vereine, Verbände, Stiftungen, Hochschulen, Unternehmen, engagierte Einzelpersonen und Kommunen bündeln. Die NRW-Plattform verzeichnet bereits über 900 Hilfsangebote, Projekte und Initiativen gegen Einsamkeit. „Einsamkeit ist die neue soziale Frage unserer Zeit“, so NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) gegenüber der Presse. „Wir alle tragen Verantwortung, einander zu unterstützen und ein Umfeld zu schaffen, in dem sich jeder Mensch wertgeschätzt und verbunden fühlt.“

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