
Düsseldorf (2mind) – Von der digitalen Welt abgeschnitten zu sein ist für Gefangene ein großes Problem – insbesondere kurz vor der Entlassung. Wohnungsangebote gibt es im Internet, Behörden haben auf eine Online-Kommunikation umgestellt, Bildungsangebote wandern in die digitale Welt. Nun bietet Nordrhein-Westfalen Menschen hinter Gittern in drei Pilotanstalten einen Internetzugang: in Geldern, Rheinbach und Essen.
Möglich wird der Online-Zugang über Computer in digitalen Sozialräumen. Er wird auf einige ausgesuchte Websites beschränkt und durch Vollzugsmitarbeitende überwacht. „Um die Entlassung gezielt vorzubereiten, soll beispielsweise Gefangenen ermöglicht werden, vielfältige Informationsangebote zu nutzen und digital Anträge innerhalb und außerhalb der Vollzugseinrichtungen zu stellen“, so eine Ministeriumssprecherin gegenüber dem Magazin Spiegel.
Ermöglicht werden soll es Gefangenen
- digitale Anträge zu stellen
- mit Online-Übersetzungs-Tools Sprachbarrieren zu überwinden
- Bildungsangebote zu nutzen
- Kontakt zu Familien und Freunden zu halten
Die dafür bereitstehenden Computer werden speziell abgesichert, um einen Missbrauch zu verhindern.
