
Die Erklärung der Bildungsminister zum Umgang mit Social Media im schulischen Bereich setzt auf Medienkompetenz.
Berlin (2mind) – Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte bestmöglich in medienkompetentem Handeln zu unterstützen und so ein sicheres, respektvolles Miteinander im digitalen Zeitalter zu gewährleisten: Auf dieses Ziel haben sich die Bildungsminister der Länger geeinigt. „Negativen Persönlichkeitsentwicklungen bei Kindern und Jugendlichen und gesundheitsgefährdenden Einflüssen muss ebenso wie demokratiegefährdenden Tendenzen wie Manipulation, Desinformation und Radikalisierung entschieden entgegengetreten werden“, heißt es in einer heute verbreiteten Erklärung der Bildungsministerkonferenz (KMK).
Laut KMK-Erklärung beträgt die tägliche Bildschirmzeit am Smartphone bei den Zwölf- bis 19-Jähringen durchschnittlich knapp vier Stunden. Die Bildungsminister verweisen auf Studien, nach denen „ein intensiver und wenig regulierter Gebrauch mit erhöhtem sozialen Vergleichsdruck, Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls sowie mit Schwierigkeiten in der Emotionsregulation und im sozialen Miteinander verbunden sein kann.“
In dieser Situation müsse die Schule einen Beitrag zum Medienkompetenzerwerb leisten. Das Themenfeld „Social Media“ solle dazu in den Bildungs- und Lehrplänen angemessen berücksichtigt werden. Zudem sollten die Schulen auf Peer-to-Peer-Formate und die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern zurückgreifen. In der Medienerziehung soll die Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Schule gestärkt werden.
Eine besondere Beachtung findet die Werte- und Demokratiebildung. „Werte wie Respekt, Empathie und Toleranz sind auch im digitalen Raum essenziell“, so das KMK-Papier. Hierzu sollen Fortbildungsangebote für Lehrkräfte sowie die Zusammenarbeit mit externen Partnern helfen.
