VR-Zeitreisen brauchen kritischen Umgang mit präsentierten Deutungen

Konzentrationslager Birkenau (Foto: Marcin Czerniawski auf Unsplash)

Die digitale Technologie fördert erfahrungsorientiertes historisches Lernen.

Bochum (2mind) – Vermehrt werden Zeitreisen – insbesondere in die Jahre des Nationalsozialismus – mittels Virtual Reality (VR) angeboten. Dabei dominiert der Einsatz von 360°-Produktionen, die Nutzenden wenig Interaktionsmöglichkeiten bieten, schreibt Elena Lewers in ihrem neu erschienenen Buch „Zeitreisen mit Virtual Reality? Zum Einsatz von VR an historischen Orten mit NS-Vergangenheit“. Bereitgestellt werden solche Zeitreisen von kommerziellen Anbietern ebenso wie vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk und öffentlichen Institutionen als nur vor Ort nutzbare Tools sowie im digitalen Raum, z.B. auf YouTube.

Dabei hält es Lewers für wichtig, „einen kritischen Umgang mit den präsentierten Deutungen der VR und des historischen Ortes sowie der eigenen Wahrnehmungen und Eindrücke zu fördern.“ Durch VR könne „ein anschaulicher (und ggf. interaktiver) Zugang zu Virtuellen Geschichten geboten werden“ Und weiter: „Diese Dimension von Geschichtserfahrung kann demnach nicht nur für Unterhaltungszwecke, sondern ebenfalls für erfahrungsorientiertes historisches Lernen produktiv genutzt werden.“

Das Buch basiert auf einer 2025 an der Ruhr-Universität Bochum eingereichten Dissertation.

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